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8.
Der Barockgarten
Der Barockgarten
der Burg Blankenheim wäre mit Sicherheit eine echte Attraktion – wenn es ihn
noch gäbe! In einer Zeit, in der die Befestigungsanlagen von mittelalterlichen
Burgen vor weitreichenden Geschützen keinen Schutz mehr boten, wurde auch Burg
Blankenheim zu einem Schloß umgestaltet. Leider ist von der in dieser Zeit auf
dem Wiesengelände zwischen Wasserhäuschen und Burg angelegten Gartenanlage
nichts mehr erhalten. Allerdings existiert noch der Gartenplan, der im Jahr
1727/28 unter dem Grafen Franz Georg (1705 – 1731) durch den Gartenbaumeister
Philippart angefertigt worden ist. Nach dem Vorbild der Barockgärten von
Versailles und Augustusburg in Brühl entwarf Philipart eine in drei Terrassen
gegliederte Gartenanlage. Auf der ersten
Terrasse war der Ziergarten angelegt, in dessen Zentrum man auch eine Fontäne
errichtet hatte. Die Zuleitung für diese Fontäne muß
kurz hinter dem fünf Meter höher gelegenen Tunnel – also noch
oberhalb des Wasserhäuschens - an die Wasserleitung angeschlossen gewesen sein,
denn nur auf diese Weise stand die für den Betrieb einer Fontäne notwenige
Energiehöhe überhaupt zur Verfügung. Auf der Nordseite des Ziergartens war
eine Orangerie gebaut worden, wodurch die volle Kraft der Sonne genutzt werden
konnte, um subtropische Pflanzen wie Palmen, Oleander, Lorbeer, Orangen- und
Zitronenbäume überwintern zu lassen. Die beiden anderen Terrassen des Gartens
wurden für den Anbau von Nutzpflanzen genutzt. |