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2. Das
Naturschutzgebiet Haubachtal
Als Nebenbach der Urft hat
der Haubach zwischen der Gemarkung Blankenheimerdorf und dem Urfttal eine
relativ breite Talaue mit meist sanft geneigten Hängen gebildet. Im oberen Teil
des Naturschutzgebietes steht der Kalkstein der Blankenheimer Mulde an, hier
sind noch ehemalige Ackerterrassen zu erkennen. Unterhalb herrschen Grauwacke
und Tonsteine des Unterdevons mit mehr oder weniger sauren, nährstoffarmen Böden
vor. Hier wie dort sind großflächige Berg- und Feuchtwiesen zu finden, die mit
zu den schönsten der nördlichen Eifel gehören. Talabwärts herrschen
Feuchtbrachen vor, aber auch arnikareiche Borstgrasrasen und kleine Heiden sind
hier und da anzutreffen. Der ehemals begradigte Bachlauf ist um 1990 durch das
Amt für Agrarordnung Euskirchen renaturiert und mit etlichen Kleingewässern
bereichert worden.
Das regional bedeutsame
Naturschutzgebiet ist nicht nur wegen der reichen Vorkommen seltener Arten, u.a.
Orchideenarten wie Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza
majalis, D. maculata), Zweiblättrige und Berg-Kuckucksblume (Plantanthera
bifolia, P. chlorantha), bemerkenswert, sondern auch im Hinblick auf Tagfalter,
Amphibien und Vögel. (W.S.) |